Archiv für Dezember 2006

fat man walking

Dezember 25, 2006

So der gleichnamige Name einer amerikanischen Website thefatmanwalking.com.
Der Typ wog am Start 190 Kilo und hatte die Idee 4500km quer von Californien nach New York zu laufen. Auf dem Weg dahin verlor er dann auch 50kg. Im April 2005 begann die Reise, die mit einigen Unterbrechungen bis Juni 2006 ging.

Noch etwas Statistisches:

laut der American Obesity Association (AOA):

  • sind rund 120 Millionen in den USA übergewichtig
  • 60 Millionen fettsüchtig
  • 9 Millionen Menschen sind „schwer fettsüchtig“
  • Fettsucht ist die zweithäufigste Variante der „verhinderbaren Todesursachen“.

Hier noch eine kleine Presseschau zum Thema:

Na dann fröhliche Weihnachten :)

Heute vor hundert Jahren…

Dezember 24, 2006

… wurde die erste öffentliche Rundfunksendung ausgestrahlt. Reginald Fessenden der Mann mit den meisten Patenten (neben Thomas Edison), führte am Weihnachtsabend die erste Rundfunkübertragung durch, bei der er selbst Violine spielte und aus der Bibel las. Die Sendung wurde sogar auf Schiffen im Karibischen Meer empfangen.

politically incorrect

Dezember 17, 2006

So auch der Name von politicallyincorrect.de auf die ich heute gestoßen bin. Beim Lesen einiger Posts wurde mir gleich warm ums Herz, den es stimmt wirklich, das man in fast allen Medien von FAZ bis taz einen gewissen Unterton bei Themen zu Islam, Amerika und Israel vernehmen kann, dem in diesem Blog entgegengetreten wird. Nach eigenen Ausagen ist er:

  • News gegen den Mainstream
  • Proamerikanisch
  • Pro-Israel
  • Gegen die Islamisierung Europas
  • Für Grundgesetz und Menschenrechte

Als Inspiration diente warscheinlich dieser englische Blog „freedomzone“:

beautiful mind

Dezember 12, 2006

Es gibt einen Spruch der meiner Meinung sehr viel Wahrheit enthällt:

Hinter jedem starken Mann, steht eine starke Frau.

In etwas abgewandelter Form könnte man auch sagen:

Hinter jedem schwierigen Mann, steht eine Frau mit viel Gelduld.

Jeder der den Film „Beautiful Mind“ kennt, weiß wie wichtig die Frau des Hauptdarstellers war. Eine interessante Frau ist auch Adele Gödel gewesen, deren Lebensgeschichte neben ihrem berühmten Mann Kurt Gödel (siehe letzte Posts) nicht immer einfach war. Einen interessanten Artikel dazu kann man hier lesen.

Ich selbst bin sehr froh eine geduldige Ehefrau gefunden zu haben, die es nicht immer einfach mit mir hat ;) .

ontologischer Gottesbeweis

Dezember 11, 2006

In meinem letzen Post bin ich auf Kurt Gödel eingegangen, der sich unter anderem auch mit dem ontologischen Gottesbeweis beschäftigt hat. Hier sein Beweis:

„Axiom 1. (Dichotomie) Eine Eigenschaft ist positiv dann und nur dann, wenn ihre Negation negativ ist.

Axiom 2. (Schluß) Eine Eigenschaft ist positiv, wenn sie notwendigerweise eine positive Eigenschaft enthält.

Theorem 1. Eine positive Eigenschaft ist logisch konsistent (das heißt es gibt möglicherweise irgendein Objekt).

Definition. Etwas ist gottähnlich dann und nur dann, wenn es alle positiven Eigenschaften besitzt.

Axiom 3. Gottähnlich zu sein, ist eine positive Eigenschaft.

Axiom 4. Eine positive Eigenschaft zu sein ist (logisch, folglich) notwendig.

Definition. Eine Eigenschaft P ist das Wesen von x dann und nur dann, wenn x über P verfügt und notwendigerweise minimal ist.

Theorem 2. Wenn x gottähnlich ist, dann ist die Gottähnlichkeit das Wesen von x.

Definition. NE(x): x existiert notwendigerweise, wenn es eine wesentliche Eigenschaft besitzt.

Axiom 5. NE zu sein, ist gottähnlich.

Theorem 3.Notwendigerweise gibt es irgendein x dergestalt, daß x gottähnlich ist.“

beruhigend

Dezember 10, 2006

Vor kurzen hatten wir auf Arbeit eine kleine Diskussion, dabei erwähnte mein Chef den Mathematiker Kurt Gödel. Dieser wird von vielen als bedeutenster Logiker des 20.Jh. angesehen und gehört neben Einstein zu den bedeutensten Wissenschaftlern dieses vergangen Jahrhunderts. Im Prinzip waren das auf ihre Art „Freaks“. Ein Zitat aus einer Rezension über das Buch des Philosophen Palle Yourgrau: Gödel, Einstein und die Folgen“:

„Unter den Geistesgrößen des vergangenen Jahrhunderts waren Gödel und Einstein zwei der herausragendsten. Es scheint, als wären sie so über ihre damaligen Zeitgenossen hinausgewachsen, dass sie in Princeton buchstäblich nur noch sich selber hatten. Tagtäglich konnte man diese beiden Freunde zusammen nach Hause trotten sehen der eine schlampig angezogen und mit verlotterten Haaren, der andere auch im tiefsten Sommer mit Handschuhen in einen dicken Pelzmantel gehüllt.“

Einen der wichtigsten Erkenntnisse von Kurt Ködel ist der „gödelsche Unvollständikeitssatz“ der besagt:

Jedes hinreichend mächtige formale System ist entweder widersprüchlich oder unvollständig.

Die ist für mich zumindest auf die Art und Weise beruhigend, als das es besagt, das wir Menschen niemals ein perfektes System (für was auch immer) erschaffen können.

confession

Dezember 7, 2006

Hallo liebe Blogleser,

vieleicht bist du auf meinen Blog gekommen weil du irgendwo in der Freakblogwelt ein Post von mir gelesen hast, der dich verstört hat oder auch nicht – ist auch egal. Ich gehe davon aus, das die meisten mich von Freak-Blogs kennen, deswegen möchte ich heute mal etwas persönliches zum Thema Jesus-Freak schreiben. Es ist so eine Art „Bekenntnis“ oder man könnte auch sagen ein IST-Zustand in Bezug auf mein „Jesus-Freak“-Sein oder Nichtsein.

Ich war einmal ein Jesus Freak. Ich machte Dinge für Jesus die mir heute wohl peinlich währen. (z.B. mit einem neongrünen Zwei-Meter-Kreuz mit anderen Leuten durch die Stadt zu ziehen und Lobpreis zu machen, mit dem Auto durch die Gegend zu fahren und „Jesus liebt euch“ brüllen und noch ein paar andere Sachen). Ich gründete mit einer Handvoll Leuten ein Freakgruppe mitten in der Pampa, die schnell wuchs und bei Christen und Nichtchristen Gesprächsthema wurde. Ich fuhr sehr gerne zu allen möglichen Freaktreffen (Regio, Willow und so weiter). Jesus Freaks Forever – das wäre damals ein gutes Motto gewesen. Als Taade beim Willo 2002 in Hamburg einen Aufruf machte: „Willst du ganze Sache mit Jesus Freaks machen und nicht nur ein paar Jahre als Übergang“ konnte ich voller Überzeugung ja sagen.

Seitdem ist viel passiert. Studium, Heirat, Job, Gemeindewechsel (in eine Heilsmaree/Jesus Freakgemeinde die nicht mehr so chaotisch war). Alles verlief soweit prima und unmerklich traten Veränderungen ein. Zuerst merkte ich das die Leidenschaft weg ging, das vieles „normal“ wurde, nicht super, nicht schlecht – normal eben. So plätscherte es eine ganze Weile dahin. Letzes Jahr begann dann ein Projekt meine Aufmerksamkeit zu gewinnen: das Freakhotel, das mein Bruder als Vision hatte. Meine Überzeugung war, der Bewegung im Hintergrund zu dienen, indem ich (und später auch meine Frau) dieses Projekt mit unterstütze mit Zeit, Energie, Kompetenz (soweit die vorhanden war) und Geld.

Dieses Projekt ist im Sommer diesen Jahres beerdigt wurden – wie ein Komet der kurz hell und stark aufgeleuchtet war – um dann in der Dunkelheit zu verschwinden. Parallel zum sinkenden Stern des Hotels bemerkte ich wie auch der Stern der Jesus Freaks aus meiner Sicht erheblich an Glanz verloren hatte. Die Faszination die ich noch vor Jahren beim Betrachten hatte, war weg. Übrig blieb durch den Blick meines Fernrohrs ein kalter großer Eisklumpen der plannlos durch das Weltall fliegt.

Ganz davon abgesehen kann ich für mich die Bezeichnung „Jesus Freak“ nicht mehr reklamieren, es wäre heuchlerisch. Ich bin nicht mehr radikal und wenn dann nur noch in der Kritik. Ich habe nicht mehr die Leidenschaft die solch eine Bezeichnung verdient hätte. Mein Leben ist einfach zu normal, um es so zu bezeichnen, das ist schon daran festzustellen das es mich ärgert wenn jemand aus unserem Haus den Müll in die falsche Tonne geschmissen hat oder ich an Wänden irgendwelches Geschmiere sehe . Ich höre kein Hardcore mehr sondern Coldplay und Chilloutmusik was wohl einen ähnlichen Effekt wie Ritalin hat, zumindest bei mir. Kurz und gut mich reißen die Dinge nicht mehr vom Hocker die es vor Jahren getan haben. Nächstes Jahr kein Freakstock? Mir egal. JFI meldet Konkurs an? Pffft… Das ist im Prinzip meine Gemütslage. Na gut nicht ganz. In letzer Zeit habe ich mich über bestimmte Dinge bei den Freaks maßlos aufgeregt, aber das liegt vieleicht daran, das ich heute mehr Wert auf Perfektion lege als noch vor Jahren.

Bedeutet das das ich nicht mehr in die Gemeinde gehe?
Nein, warum – bis jetzt kenne ich keine bessere Alternative.

Trete ich bei den Freaks aus?
Nein, „Austreten“ kann man nur auf der Toilette oder aus der Kirche. Und selbst wenn – wieso sollte ich? Ich weis ja, das ich nicht der Einzige bin der nur noch das Label trägt und wenn es im Moment nur den Zweck hat, der Stachel in meinem bequemen Fleisch zu sein.

Irgendwann wird wieder eine Welle kommen und die werde ich dann erklimmen – jetzt ist die Zeit noch nicht gekommen.

P.S. Mit „Welle“ meine ich keine neue Super-Gemeinde-Bewegung sondern eine Motivations bzw. geisterfüllte Welle.

never ending

Dezember 4, 2006

Die Liebe hört niemals auf,
wo doch das prophetische Reden aufhören wird
und das Zungenreden aufhören wird
und die Erkenntnis aufhören wird.

1.Kor 13, 8