Archiv für die Kategorie ‘Jesus Freaks’

Punkrock!

Februar 20, 2007

Auch nach über 30 Jahren ist die Punkbewegung noch nicht ausgestorben und lebendig, sogar ohne „Punk International e.V.“ Die neuste Scheibe von Christcore findet ihr zwar leider nicht bei Freakstyle, dafür aber beim Punk Mail-Order nix-gut.net und im Kultshopp (mit Solizuschlag ;) ).

Das Stoiber-Syndrom

Januar 25, 2007

Sieht so „Leiden für Jesus aus“ ?

Hier gehts zu dem Post.

Eigentlich wollte ich schon seit geraumer Zeit mal ein Bild von Helmut Bauers schicken A8 veröffentlichen. Aber nun mache ich das mal mit einem Bild von unserem „Edmund“, sozusagen dem Stoiber der Jesus Freaks. Beide haben ein paar Gemeinsamkeiten auf die ich mal eingehen möchte.

- die Verdienste sind unbestritten, wie Stoiber Bayern vorangebracht hat, so hat Mirko die Jesus Freaks mit aufgebaut
- die Leidenschaft mit der beide für ihr Sache kämpfen
- den Drang Dinge voran zu bringen „Taten statt Worte“

nun die nicht so schönen Dinge:

- die spätere Schwerhörigkeit gegenüber der Basis
- eine gewisse Arroganz und Selbstherlichkeit
- die Bindung an Macht und Posten
- die Hilflosigkeit am Ende

P.S. damit mich niemand falsch versteht, ich habe schon immer eine gewisse Sympatie für Edmund Stoiber gehabt deswegen tat er mir am Ende auch etwas leid, trotzdem war für ihn die Zeit gekommen

P.P.S Ich habe auch nichts gegen einen neuen Mercedes Benz. Wer dieses Auto gerne fährt, sollte Unternehmer, Mitarbeiter bei Daimler oder Taxifahrer werden.

confession

Dezember 7, 2006

Hallo liebe Blogleser,

vieleicht bist du auf meinen Blog gekommen weil du irgendwo in der Freakblogwelt ein Post von mir gelesen hast, der dich verstört hat oder auch nicht – ist auch egal. Ich gehe davon aus, das die meisten mich von Freak-Blogs kennen, deswegen möchte ich heute mal etwas persönliches zum Thema Jesus-Freak schreiben. Es ist so eine Art „Bekenntnis“ oder man könnte auch sagen ein IST-Zustand in Bezug auf mein „Jesus-Freak“-Sein oder Nichtsein.

Ich war einmal ein Jesus Freak. Ich machte Dinge für Jesus die mir heute wohl peinlich währen. (z.B. mit einem neongrünen Zwei-Meter-Kreuz mit anderen Leuten durch die Stadt zu ziehen und Lobpreis zu machen, mit dem Auto durch die Gegend zu fahren und „Jesus liebt euch“ brüllen und noch ein paar andere Sachen). Ich gründete mit einer Handvoll Leuten ein Freakgruppe mitten in der Pampa, die schnell wuchs und bei Christen und Nichtchristen Gesprächsthema wurde. Ich fuhr sehr gerne zu allen möglichen Freaktreffen (Regio, Willow und so weiter). Jesus Freaks Forever – das wäre damals ein gutes Motto gewesen. Als Taade beim Willo 2002 in Hamburg einen Aufruf machte: „Willst du ganze Sache mit Jesus Freaks machen und nicht nur ein paar Jahre als Übergang“ konnte ich voller Überzeugung ja sagen.

Seitdem ist viel passiert. Studium, Heirat, Job, Gemeindewechsel (in eine Heilsmaree/Jesus Freakgemeinde die nicht mehr so chaotisch war). Alles verlief soweit prima und unmerklich traten Veränderungen ein. Zuerst merkte ich das die Leidenschaft weg ging, das vieles „normal“ wurde, nicht super, nicht schlecht – normal eben. So plätscherte es eine ganze Weile dahin. Letzes Jahr begann dann ein Projekt meine Aufmerksamkeit zu gewinnen: das Freakhotel, das mein Bruder als Vision hatte. Meine Überzeugung war, der Bewegung im Hintergrund zu dienen, indem ich (und später auch meine Frau) dieses Projekt mit unterstütze mit Zeit, Energie, Kompetenz (soweit die vorhanden war) und Geld.

Dieses Projekt ist im Sommer diesen Jahres beerdigt wurden – wie ein Komet der kurz hell und stark aufgeleuchtet war – um dann in der Dunkelheit zu verschwinden. Parallel zum sinkenden Stern des Hotels bemerkte ich wie auch der Stern der Jesus Freaks aus meiner Sicht erheblich an Glanz verloren hatte. Die Faszination die ich noch vor Jahren beim Betrachten hatte, war weg. Übrig blieb durch den Blick meines Fernrohrs ein kalter großer Eisklumpen der plannlos durch das Weltall fliegt.

Ganz davon abgesehen kann ich für mich die Bezeichnung „Jesus Freak“ nicht mehr reklamieren, es wäre heuchlerisch. Ich bin nicht mehr radikal und wenn dann nur noch in der Kritik. Ich habe nicht mehr die Leidenschaft die solch eine Bezeichnung verdient hätte. Mein Leben ist einfach zu normal, um es so zu bezeichnen, das ist schon daran festzustellen das es mich ärgert wenn jemand aus unserem Haus den Müll in die falsche Tonne geschmissen hat oder ich an Wänden irgendwelches Geschmiere sehe . Ich höre kein Hardcore mehr sondern Coldplay und Chilloutmusik was wohl einen ähnlichen Effekt wie Ritalin hat, zumindest bei mir. Kurz und gut mich reißen die Dinge nicht mehr vom Hocker die es vor Jahren getan haben. Nächstes Jahr kein Freakstock? Mir egal. JFI meldet Konkurs an? Pffft… Das ist im Prinzip meine Gemütslage. Na gut nicht ganz. In letzer Zeit habe ich mich über bestimmte Dinge bei den Freaks maßlos aufgeregt, aber das liegt vieleicht daran, das ich heute mehr Wert auf Perfektion lege als noch vor Jahren.

Bedeutet das das ich nicht mehr in die Gemeinde gehe?
Nein, warum – bis jetzt kenne ich keine bessere Alternative.

Trete ich bei den Freaks aus?
Nein, „Austreten“ kann man nur auf der Toilette oder aus der Kirche. Und selbst wenn – wieso sollte ich? Ich weis ja, das ich nicht der Einzige bin der nur noch das Label trägt und wenn es im Moment nur den Zweck hat, der Stachel in meinem bequemen Fleisch zu sein.

Irgendwann wird wieder eine Welle kommen und die werde ich dann erklimmen – jetzt ist die Zeit noch nicht gekommen.

P.S. Mit „Welle“ meine ich keine neue Super-Gemeinde-Bewegung sondern eine Motivations bzw. geisterfüllte Welle.

Jesus Freaks 2.0 – Plattform

September 27, 2006

Jesus Freaks 2.0 ist eine Basis (Plattform) auf der vieles aufgebaut werden kann. Dies können Gemeinden, soziale Einrichtungen, Firmen, experimentelle Unternehmen, Festivals usw. sein.

Theoretische Grundlage ist ein Kern(Core) der wesentliche Grundüberzeugungen enthält. Dieser Kern wird ständig weiterentwickelt. Er legt aber nur die Grundprinzipien und Spielregeln fest die für die Jesus Freaks Plattform gelten, die konkrete Ausgestaltung liegt in der Hand der Nutzer. Ein Teil von Jesus Freaks 2.0 ist die derzeitige Organisation, z.B. JFI oder Dienstleister wie die Jesus Freaks AG. Daneben werden neue Dienste enstehen und es gibt dabei keine Vormachtstellung eines Dienstleisters.

Jesus Freaks 2.0 ist abwärtskompatibel, das heist das sich die aktuelle Jesus Freaks Struktur problemlos einordnen läst. Warum ist das so?

Prinzipiell kann jeder die Vision nehmen und damit etwas neues erstellen, z.B. eine neue Bewegung, ein neues Netzwerk. Dabei ist es problemlos möglich an das bestehende Netzwerk anzuknüpfen. Als die Jesus Freaks Anfang der ‘90ziger gegründet wurden, gab es im Prinzip keine Alternativen, mittlerweile hat sich einiges geändert. Die Möglichkeiten moderner christlicher Bewegungen sind vielfältiger geworden. Ein Beispiel ist das äußerst agile 24-7Prayer Netzwerk.

Die nächste große Herrausforderung ist es nun eine Plattform für diese Netzwerke zu schaffen. Dabei geht es hier nicht um einen Dachverband sondern um das gleichberechtigte Koexistieren von verschiedenen Bewegungen/Netzwerken, die miteinander verbunden sind.

Es wird immer deutlicher das Strukturen wie Denominationen oder Freikirchen ihre Relevanz verlieren.

Jesus Freaks 2.0

September 10, 2006

Kopf sein und nicht Schwanz ist einer der Punkte aus dem 6-Punkte-Plan der Jesus Freaks. Sehr erfreulich das dieser Leitsatz immer noch seine Gültigkeit hat. Es wird fleißig gebloggt, wir haben eine eigene Wikipedia – die Freakipedia. Das Volxbibelprojekt wird so gar von der Financial Times als innovative Wiki-Anwendung gelobt. Was haben alle diese drei Beispiele gemeinsam? Sie sind aus der Jesus-Freak-Bewegung selbst herraus entstanden, ohne das es dazu ein „Anordnung“ von „oben“ gab. Jesus Freaks 2.0 kann keine klassische Kirche/Freikirche als Vorbild haben, es sollten die Werkzeuge der Gegenwart benutzt werden. Ihre Bedeutung haben sie durch die Relevanz und den Nutzen den sie für die Bewegung besitzen.

P.S. Natürlich gibt es auch Schattenseiten dieser neuen modernen Welt, wie ich vor kurzen schmerzlich erfahren muste, sind einige vom Weg abgekommen und haben sich in die myspace-Welt verirrt. Wollen wir hoffen das sie dort einigen verwirrten und hilflosen Seelen heimleuchten können.

Das Konzil

August 20, 2006

Es wird wohl eine spannende Diskussion werden:

Der Konzil-Blog

Jesus Freaks

August 16, 2006

Was sind Jesus Freaks?

Man kann dazu unter der Wikipedia nachschauen, die offiziellen Infoblätter von JFI anfordern oder Leute aus der Jesus-Freaks-Bewegung fragen.

Im folgenden möchte ich einige persönliche Gedanken zu diesem Thema schreiben.

Ich habe die JF(Jesus Freaks) als Gemeindegründungs und -erhaltungs Bewegung erlebt. Als damaliger Leiter einer Dorf-Jesusfreaksgruppe lernte ich es schnell schätzen, mich mit anderen Leitern und Freaks auszutauschen. Beeindruckt hatten mich dabei der ungezwungene Umgang, die intensiven Gebetszeiten und die gute Verpflegung :)

Auf den großen Treffen (Willo-Freak, Freakstock) fühle ich mich als Gleicher unter Gleichen.

Jesus Freaks gibt es nun schon 15 Jahre was uns schon von den Jesus People unterscheidet (die gibt es zwar noch, aber nur punktuell in Chicago). Ein Gefolgsgeheimnis ist die Multiplikation und waren/sind die Gemeindegründungen. Natürlich sind Gemeinden verschwunden, haben sich gespalten oder sich mit anderen Gemeinden zusammengeschlossen. Es gibt aber viele fitte Gemeinden, Neugründungen und interessante Projekte die sich z.B. mit Emerging Church beschäftigen.

An dieser Stelle sind wir in Deutschland auch weltweit vorne dran, wenn man die Jesus Freaks in den Kontext der „Underground Ministries“ einordnet. Für mich waren/sind JF die „Kirche“/Gemeinde von Morgen. Dazu muß man nur ein kleines Gedankenspiel machen und zehn,zwanzig Jahre in die Zukunft reisen: Die Großkirchen sind totat aus gedünnt, immer manche kleine Freikirche ist mangels Nachwuchs ausgestorben und Gemeinden die heute schon an der Relevanzgrenze liegen, sind ganz weg.

Wie sieht dann JF aus? Aus meiner unverbesserlich, optimistischen Sicht hat JF dann eine sinnvolle Struktur ohne bürokratischen Wasserkopf, ist netzwerkwartig mit anderen Bewegungen verbunden und organisch in Bewegung, um damit auch auf neue Herrausforderungen zu reagieren – sozusagen die Open Source Bewegung in der christlichen Szene. Unsere Chance ist die Flexibilität die viele Kirchen/Denominationen nicht haben und vieleicht gelingt es dann den „Experten“ auch in zwanzig Jahren nicht, die JF in eine Schublade zu stecken. Zur Zeit befindet sich die JF-Bewegung in einer spannenden Phase, die Weichen für die Zukunft werden gestellt/diskutiert und das ist gut so. Wir haben bald unser erstes Konzil und da dies basisdemokratisch geschieht, stehen die Zeichen gut, das wir als Bewegung nicht in eine hieraschiche Falle laufen. Natürlich ist dies auch ein Scheidpunkt, der hoffentlich nicht in einem Schisma endet.