Archiv für die Kategorie ‘Philosophie’

beautiful mind

Dezember 12, 2006

Es gibt einen Spruch der meiner Meinung sehr viel Wahrheit enthällt:

Hinter jedem starken Mann, steht eine starke Frau.

In etwas abgewandelter Form könnte man auch sagen:

Hinter jedem schwierigen Mann, steht eine Frau mit viel Gelduld.

Jeder der den Film „Beautiful Mind“ kennt, weiß wie wichtig die Frau des Hauptdarstellers war. Eine interessante Frau ist auch Adele Gödel gewesen, deren Lebensgeschichte neben ihrem berühmten Mann Kurt Gödel (siehe letzte Posts) nicht immer einfach war. Einen interessanten Artikel dazu kann man hier lesen.

Ich selbst bin sehr froh eine geduldige Ehefrau gefunden zu haben, die es nicht immer einfach mit mir hat ;) .

ontologischer Gottesbeweis

Dezember 11, 2006

In meinem letzen Post bin ich auf Kurt Gödel eingegangen, der sich unter anderem auch mit dem ontologischen Gottesbeweis beschäftigt hat. Hier sein Beweis:

„Axiom 1. (Dichotomie) Eine Eigenschaft ist positiv dann und nur dann, wenn ihre Negation negativ ist.

Axiom 2. (Schluß) Eine Eigenschaft ist positiv, wenn sie notwendigerweise eine positive Eigenschaft enthält.

Theorem 1. Eine positive Eigenschaft ist logisch konsistent (das heißt es gibt möglicherweise irgendein Objekt).

Definition. Etwas ist gottähnlich dann und nur dann, wenn es alle positiven Eigenschaften besitzt.

Axiom 3. Gottähnlich zu sein, ist eine positive Eigenschaft.

Axiom 4. Eine positive Eigenschaft zu sein ist (logisch, folglich) notwendig.

Definition. Eine Eigenschaft P ist das Wesen von x dann und nur dann, wenn x über P verfügt und notwendigerweise minimal ist.

Theorem 2. Wenn x gottähnlich ist, dann ist die Gottähnlichkeit das Wesen von x.

Definition. NE(x): x existiert notwendigerweise, wenn es eine wesentliche Eigenschaft besitzt.

Axiom 5. NE zu sein, ist gottähnlich.

Theorem 3.Notwendigerweise gibt es irgendein x dergestalt, daß x gottähnlich ist.“

beruhigend

Dezember 10, 2006

Vor kurzen hatten wir auf Arbeit eine kleine Diskussion, dabei erwähnte mein Chef den Mathematiker Kurt Gödel. Dieser wird von vielen als bedeutenster Logiker des 20.Jh. angesehen und gehört neben Einstein zu den bedeutensten Wissenschaftlern dieses vergangen Jahrhunderts. Im Prinzip waren das auf ihre Art „Freaks“. Ein Zitat aus einer Rezension über das Buch des Philosophen Palle Yourgrau: Gödel, Einstein und die Folgen“:

„Unter den Geistesgrößen des vergangenen Jahrhunderts waren Gödel und Einstein zwei der herausragendsten. Es scheint, als wären sie so über ihre damaligen Zeitgenossen hinausgewachsen, dass sie in Princeton buchstäblich nur noch sich selber hatten. Tagtäglich konnte man diese beiden Freunde zusammen nach Hause trotten sehen der eine schlampig angezogen und mit verlotterten Haaren, der andere auch im tiefsten Sommer mit Handschuhen in einen dicken Pelzmantel gehüllt.“

Einen der wichtigsten Erkenntnisse von Kurt Ködel ist der „gödelsche Unvollständikeitssatz“ der besagt:

Jedes hinreichend mächtige formale System ist entweder widersprüchlich oder unvollständig.

Die ist für mich zumindest auf die Art und Weise beruhigend, als das es besagt, das wir Menschen niemals ein perfektes System (für was auch immer) erschaffen können.